Pilotstudie | Auftraggeber: Regionalverband FrankfurtRheinMain | 2010

sechs unterschiedliche Methoden der Aggregation von Bevölkerungsdaten

Untersuchung unterschiedlicher Verräumlichungs- und Aggregationsverfahren in Langen (Hessen)

Auf Grundlage kleinräumiger Daten können mit Geographischen Informationssystemen anschauliche räumliche Analysen mit Relevanz für die zukünftige Entwicklung von Kommunen oder größeren Raumeinheiten durchgeführt werden, die über die derzeit genutzten Möglichkeiten erheblich hinausgehen und zum Verständnis raumwirksamer Mechanismen und damit zur Identifikation, Formulierung und Präzisierung wirksamer planerischer Maßnahmen einen fundierten und innovativen Beitrag leisten können.

 

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain mit der Kernaufgabe der regionalen Flächennutzungsplanung für 75 Kommunen hält für Planungszwecke Daten unterschiedlicher Art vor, wie z.B. umfangreiche Geodaten oder auch die Projektion der Einwohnerentwicklung 2020. Seitens der Mitgliedskommunen werden nun aber Nachfragen nach aussagekräftigen kleinräumigen Daten laut, mit deren Hilfe verschiedene Herausforderungen, insbesondere der demographischen Entwicklung, angegangen werden sollen.

 

Der Regionalverband setzt hierzu derzeit ein Pilotprojekt zum kleinräumigen demografischen Monitoring auf, bei dem exemplarisch Machbarkeiten und Aufwände abgeschätzt, Techniken erprobt und erste aussagekräftige Ergebnisse produziert werden sollen. Im Rahmen des Pilotprojekts werden die Melderegisterdaten von hinsichtlich Struktur, Größe und Lage im Ballungsraum unterschiedlichen Kommunen GIS-basiert verräumlicht und vor dem Hintergrund kommunaler wie verbandsbezogener planerischer Fragestellungen ausgewertet. Hierbei interessieren v.a. Erkenntnisse zum Verfahren der Verräumlichung, zur Eignung verschiedenartiger Bezugseinheiten für eine Datenaggregation, zu Herangehensweisen und Methoden in planerischen Fragestellungen sowie zu Techniken und Methoden anschaulicher Visualisierung.

 

Das Büro berchtoldkrass space&options Raumplaner, Stadtplaner. Partnerschaft wurde hierbei mit einer Pilotstudie beauftragt. Aufgabe dieser Vorstudie war die Bearbeitung der o.g. Arbeitsschritte und Fragestellungen anhand einer Beispielkommune.

 

Die Stadt Langen(Hessen) erklärte sich bereit, ihre Einwohnerdaten im Format Statistikdatei Bevölkerungsbestand sowie weitere Daten, insbesondere Gebäude und Flurstücke der ALK zur Verfügung zu stellen. Der Verband steuerte Siedlungstypenkartierung, Flächennutzungsplan sowie tatsächliche Baublöcke bei.

 

Ziele der Vorstudie waren die Verräumlichung des Bevölkerungsdatensatzes samt statistischen Merkmalen, die Aggregation der Daten auf verschiedene Bezugsgeometrien, eine Bewertung der unterschiedlichen Aggregationen hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für die anschließenden Analysen und hinsichtlich datenschutzrelevanter Bedenken, sowie die Durchführung exemplarischer Analysen auf Grundlage des erzeugten Datensatzes für denkbare Fragestellungen im Pilotprojekt „Kleinräumiges demographisches Monitoring.

 

1_verraeumlichung_schema2_gesamtbevoelkerung3_eingezogene1960704_tuerkeigeborene


Die Ergebnisse der Pilotstudie wurden im Rahmen der Statistischen Woche 2010 in München und beim Amtsleitertreffen beim Planungsverband vorgestellt.

 

>> Pilotprojekt „Kleinräumiges demographisches Monitoring", Regionalverband FrankfurtRheinMain

 

20.12.2010 | 10:52:39 | mb